20 Oktober 2006

zwangspause

solothurn - bern

meine freunde des zynischen pendlerlebens, waehrend den naechsten wochen muss ich eine pause einlegen. ich muss meinen jaehrlichen zwangsdienst leisten. ergo hat es sich ausgependelt und -gebloggt fuer eine weile. es wird nicht voellige funkstille herrschen, schliesslich finden sich auch (gerade) im militaer unmoegliche zeitgenossen und andere angehoerige des prekariats. aber werktaeglich liegt nicht mehr drin. also, liebe z. vom h., fuer eine weile musst du mich nicht lesen. winke winke.

19 Oktober 2006

die trauen sich was

bern - solothurn

heute war ich beruflich bei unseren compatriots in der romandie. ein arbeitgeber mit zwei sitzen macht das ab und an noetig. jedenfalls hat sich heute in der ersten klasse und vor ort ein altes "vorurteil" wieder bestaetigt. die frauen im westen unseres landes kleiden sich einen tick anders: die absaetze sind einen tick hoeher, die roecke einen tick kuerzer, die ausschnitte einen tick tiefer und - die so gekleideten damen sind fuer diese mode oftmals auch einen tick aelter als hier. klischees koennen (achtung, wortwitz!) so schoen sein.

18 Oktober 2006

pendler-typologie 9: fleissiger student

bern - solothurn

natuerlich existiert auch ein maennliches gegenstueck zu unserer fleissigen studentin von gestern. der fleissige student also. er zeichnet sich aus durch seine gewollt nonchalante kleidung und einen ebensolchen habitus. einmal im abteil angekommen, packt er sein notebook aus - sollte es so ein unding von apple sein, nehmen sie es gelassen, diese komische firma sucht so verzweifelt nach kunden, dass sie ihr "produkt" an studenten geradezu verschenkt. aber zurueck zu unserem studenten. maximal 5 minuten tut er ernsthaft etwas. ein blick auf den bildschirm zeigt: er schaut a) einen - horribile dictu - heruntergeladenen film, zockt b) ein gamd oder schaut sich c) irgendwelche tittenfotos an. willkommen im leben.

17 Oktober 2006

pendler-typologie 8: fleissige studentin

solothurn - bern

der umbau ist beendet und - die uni hat mancherorts angefangen. man merkt es als schon laenger nicht mehr student vor allem an den wieder dazu gestossenen pendlern. die typische studentin der fleissigen sorte (gibt es andere?) betritt das abteil mit einer ueberdimensionalen handtasche - etwas anderes waere ja auch "mega doof" - aus der sie a) ein dickes buch und b) mindestens 10 leuchtstifte in allen farben heraus holt. umgehend beginnt sie mit lernen, d.h. sie markiert ungefaehr jedes zweite wort nach einem ausgekluegelten system mit einer bestimmten farbe. da frau aber nicht ewig studieren kann, nimmt sie a) nach 10 minuten das handy hervor oder b) schaut fuer die restliche fahrt traeumend aus dem fenster. manchmal c) verschwindet das buch auch wieder in der tasche und sie nimmt eines dieser frauen-/mode-/lifestyle-magazine in diesem kleinformat zur hand. manchmal, in solchen momenten, denke ich, die eva hat nicht ganz unrecht...

13 Oktober 2006

gemeinsam mit dem klassenfeind?

bern - solothurn

in meiner aufzaehlung von berufen letzthin fehlte eine wichtige gruppe. all jene, die einem am bahnhof oder so irgend einen vertrag andrehen wollen. genau solche habe ich heute am bahnhof in bern beobachtet. provenienz suedlich der alpen, gelfrisur, das ominoese polyester. aber halt, etwas stimmte da nicht! am stand und auf allen flyern war das logo der "syna" aufgedruckt. fuer unwissende: das ist eine gewerkschaft der medien"schaffenden". moment. langsam von vorne. in polyester gehuellte schleimbeutel vom typ handyverkaeufer machen promo fuer eine gewerkschaft? ja, haben wir auch bei den ewig-gestrigen sozialromantikern (= gewerkschaften) schon amerikanische verhaeltnisse? einer der typen sah jedenfalls aus, als sei er direkt dem film "goodfellas" entsprungen. sachen gibts.

12 Oktober 2006

Wenn man nicht lesen kann ...

Daheim

... sollte man wenigstens Piktogramme verstehen können! Heute schreibe ich ausnahmsweise nicht mobil, sondern daheim am Rechner. Der Grund dafür ist, dass ich heute - dem Umbau zum Trotz - eine erholsame Fahrt beabsichtigte und daher im Ruheabteil sass. Und genau da beginnt die Leidensgeschichte des Pendlers. Gut, auch ich pendle in der Regel mit gestöppselten Ohren und hacke auf meinem Handy herum. Aber: Ich tue das nicht im Ruheabteil. Und ich verstehe auch, dass die jüngere Generation E-Mails bereits als zu formell - sie erinnern an Schule und/oder Arbeit - begreift, während sich der grösste Teil meiner Generation immer noch nicht einig ist, ob E-Mails zu locker sind oder nicht.

Wofür ich aber kein Verständnis aufbringen kann, dass sind Teenies, die im Ruheabteil zu zweit Musik hören, gleichzeitig mit dem anderen Ohr telefonieren und dann auch noch pikiert tun, wenn man sie darauf aufmerksam macht, dass man sich in einem Ruheabteil befindet. Ja, ist denn der Giftschrank bereits derart verspiessert, dass er das tut? Nein. Vielleicht lag die Pikiertheit ja einfach auch nur an meinem Votum:

"Ich weiss ja, dass ihr nicht lesen könnt, aber die lustigen Bildchen da versteht ihr, ODER?!? Sch*** [...]!" [kann beliebig, je nach Präferenzen ergänzt werden; mein O-Ton zu nennen erlaubt die Sprachpolizei definitiv nicht.]

10 Oktober 2006

moden vergehen, stil bleibt

bern - solothurn

so oder aehnlich hat es ysl mal gesagt. dies ist die quintessenz eines stil-workshops, den ich heute abend im herren globus besucht habe. nicht, dass ich sowas noetig haette. im gegenteil, ich erfuhr kaum neues. aber wenn schon die weltwoche-redaktion bezahlt. danke uebrigens. nur am rande: wie, liebe weltwoche, vertraegt sich das damit, dass der referent bei der nzz das mode-ressort betreut? aber egal, darum geht es heute nicht.

der workshop hat mir einmal mehr in erinnerung gerufen, welche berufe der kleidung - die ja bekanntlich eben die leute macht - wegen absolutes no go sind (ungeordnet): verkaeufer bei mobilezone, interdiscount, swisscom, orange, sunrise, cablecom, allen kreditkartenfirmen, ... vokuhila mit feinstem polyester und bunten kravatten. abends dann im chuebue, duedue und lorenzini den minimalstlohn verprassen. wir verstehen uns.

beck & bondi, zora off und der giftschrank

solothurn - bern

gestern abend habe ich mir aus lauter langeweile - wozu brauche ich eigentlich noch einen fernseher? - mal wieder meine aktuellen zahlen bei google analytics angeschaut. interessant. am meisten erstaunt hat mich die tatsache, dass die keywords "beck" und "bondi" kummuliert die rangliste anfuehren. dabei habe ich mich doch nur ein einziges mal ueber diesen dummfug berichtet. zu meiner meinung stehe ich uebrigens standhaft: beck & bondi ist in seiner buenzlihaftigkeit nicht zu ueberbieten und darum der werbeschrott des jahrzehnts. basta.

aber noch interessanter fand ich den umstand, dass in der top 5 der network location doch tatsaechlich ringier auftaucht. zora? bist du das? weil der gerhard wird es wohl nicht sein... die sbb uebrigens erscheinen gar nicht auf der liste. auch bezeichnend. wer seinen mitarbeitern ganz sozialdemokratisch das bloggen verbietet, liest natuerlich auch keine. gell, benedikt.

09 Oktober 2006

der umbau 3

bern - solothurn

man gewoehnt sich an alles, auch an diesen umbau. aber heute morgen lese ich in der aktuellen ausgabe des ansonsten von mir geschaetzten wirtschaftsmagazin "brand eins" einen sowas von unkritischen, heuchlerischen und anbiedernden artikel ueber die sbb, dass mir glatt die spucke wegbleibt. ok, gut, bahnfahren in deutschland ist nicht unbedingt das gelbe vom ei. aber deswegen weibels pleiten & pannen-verein in den himmel zu loben ist voellig daneben. als ob! und ich bleibe dabei: ice macht - trotz allen unzulaenglichkeiten - riesigen spass. der autor outet sich ja nicht als kenner der materie - er laesst einen pendelnden "suisscom"- (sic!) manager zu wort kommen. ja, ja, die frankophone schweiz. vielleicht kommen ja deswegen soviele deutsche nachbarn zum seitenspringen (cf. "heute" von heute) in dieses land. also wegen dem franzoesisch. wegen der sbb ja sicher nicht.

05 Oktober 2006

kann das noch zufall sein?

bern - solothurn

wer kennt sie nicht, diese "peppigen" magazine fuer sprachen-lernende. es gibt sie fuer englisch, franzoesisch, italienisch und spanisch. sie heissen "spotlight", "écoute", "adesso" und "ecos". aber - und das wusste ich bis eben nicht - es gibt auch ein selbiges fuer deutsch. dieses traegt den wunderbar teutonischen namen "deutsch perfekt". keine suedlaendische gelassenheit oder britische kuehlheit evoziert dieser name. nein, stechschritt, marschmusik und ein kleiner mann mit schnaeuzer kommen mir da als erstes in den sinn. diese namensgebung, das kann doch kein zufall sein. es ist halt schon so, sprache praegt. die deutsche erzieht zum gehorsam bis zum kot*** erbrechen. und wehe, einer tanzt aus der reihe.

04 Oktober 2006

2.7 dumme fehler taeglich

bern - basel

... ist nicht meine fehlerrate. nein, es ist jene vom - festhalten! - "heute". aha. so jedenfalls steht es heute in dem blaettchen. und es kommt noch besser. sie feiern ihre ersten 100 ausgaben als erfolg. wohlgemerkt, mit 2.7 fehlern taeglich. na bravo. da kann selbst deutschlands nummer 1 der intelligenzblaetter - die rede ist von der "bild"-"zeitung" - kaum mithalten. i am impressed. eingedenk meiner geistigen gesundheit sollte ich mir vielleicht das heutige "mutts" beherzigen (das uebrigens sehr gut in die 100. nummer passt):

"ein bisschen weniger sarkasmus waere auch nicht schlecht..."

danke, milou.

03 Oktober 2006

der umbau 2

bern - solothurn

keine angst, ich werde jetzt nicht damit beginnen, tagtaeglich ueber diesen unsaeglichen umbau zu lamentieren. dazu geht es mir heute zu gut. das aendert aber grundsaetzlich nichts daran, dass die situation alles andere als befriedigend ist. muehsam sind - wie immer - die leute. aber gut, das problem ist hinlaenglich bekannt.

nein, ich will ja nicht klagen. schliesslich durfte ich heute auf firmenkosten kindergeburtstag (also einen workshop) feiern. aber das beste von allem: mitte november hat es sich ausgependelt. fuer ein paar monate wenigstens. doch nicht verzagen, der giftschrank wir erhalten bleiben und spaetestens im maerz wieder pendeln. neue strecke, neues "glueck", sozusagen. doch bis dahin eine nahezu zugfreie zeit. auch schoen.

02 Oktober 2006

der umbau 1

bern - solothurn

wenn man denkt, es kommt nicht mehr schlimmer... dann wird umgebaut. zwischen jegenstorf und fraubrunnen. darum verkehrt jetzt zwischen diesen stationen ein ersatzbus. toll. eine umsteigerei par excellance. von der laengeren fahrzeit mal ganz abgesehen. es werden 2 ganz lustige wochen - hurra!